Unser Elternverein und seine Geschichte

Unser Verein ist ursprünglich aus einer Elterninitiative hervorgegangen, die sich aus der Motivation, eine Schule gründen zu wollen, getroffen hat. Mit den Jahren werden die Erzählungen zu unserer Vereinsgründung immer farbenprächtiger. Und so können wir inzwischen ganz froh sein, dass wir von Anfang an Protokolle geführt haben, anhand derer sich bestimmte Abläufe gut rückverfolgen lassen. 

Bei unseren ersten Treffen in der Elterninitiative diskutierten wir vorrangig praktische Probleme. Wo könnte die Schule sein, welches Konzept interessiert uns, brauchen wir einen Trägerverein, um Geld beantragen zu können, bekommen wir einen Bus, um Kinder zu transportieren und welches Umfeld brauchen Kinder? Die aus Dresden hergezogenen Familien hatten schon Erfahrungen gesammelt mit einer Kita - Gründungsinitiative, aber im ländlichen Raum waren die Problemlagen, vor allem Befindlichkeiten in der Bevölkerung, andere. Besonders langwierig war es, den geeigneten Ort zu finden. Einen Kindergarten komplett aus Eigenmitteln zu finanzieren war undenkbar, aber ebenso, dass wir eine Genehmigung für einen Bauwagen bekommen würden. Wir mussten andere Lösungen finden. Unsere Kinder besuchten die regionalen Kindergärten und wir trafen uns 14-tägig, um über unser Menschenbild und unsere Wertvorstellungen zu diskutieren. Wir fanden einen ortsansässigen Verein, mit dem es uns möglich war, Stiftungen und Institutionen anzusprechen, für ein Elterninitiativmitglied wurde eine Stelle geschaffen. Für den damals zuständigen Bürgermeister war Baek als ehemaliger Schulstandort die interessanteste Option, leider nicht für unseren Trägerverein. Trotzdem wurden die ersten Bewerbungsgespräche geführt. Wir trennten uns vom Trägerverein als durch einen mehrseitigen Vertrag deutlich wurde, dass wir ein Spartenverein innerhalb des Vereins sein dürften, mit vielen Pflichten, aber wenigen Rechten. Die Interessen des Trägervereins waren ohnehin breiter gefächert, als eine Bildungseinrichtung finanziell abzusichern, für uns hätte das langfristig ein zu großes Risiko bedeutet. Das mit viel Herzblut von Eltern entwickelte Schulkonzept wurde im Ministerium abgelehnt. Eine Lehrerin, die sich für die Stelle der Schulleitung interessiert hatte, sagte ab. Inzwischen wurden unsere Kinder in Giesensdorf privat betreut. Das Schulkonzept wurde daraufhin komplett überarbeitet. Alle Eltern halfen mit, die Kindergarten- und Schulräume zu renovieren. Im Februar 2001 wurde der Kindergarten eröffnet, im Sommer 2001 wurden die ersten 6 Kinder eingeschult. Von zwei Kindern trennte sich die Schule nach dem ersten Jahr gleich wieder. Danach war klar, dass wir uns mit neuen Eltern im Vorfeld mehr Zeit nehmen müssen, um uns kennenzulernen, im Interesse der Kinder auch den Mut finden müssen, uns zu trennen. Der Verein, vertreten durch den Vorstand, ist heute ein Gremium, was vorrangig die Arbeit des Kindergartens und der Schule gestaltet, den Kontakt zu den Ehemaligen pflegt, zukunftsorientiert plant, die Haushaltssituation stabil hält und den Verein in der überregionalen Öffentlichkeit präsentiert. Der Vorstand trägt die rechenschaftspflichtige Verantwortung für 70 Kinder und 18 Mitarbeiter/in, sowie die öffentlichen wie privaten Finanzmitteln für den Betrieb der Bildungseinrichtung.