Hospitationsbericht

 

Erfahrungsbericht von Kathy Peters aus Mexiko

Freieschule Baek - Perleberg

 

Im Februar wurde mich gefragt wurde, ob ich mich für das Hospitationprogram anmelden wollte. Ich war ich sofort interessiert, weil ich gerne mehr Ideen haben wollte, wie man Kinder unterrichten kann oder wie ich den Unterricht interessanter machen kann, damit Kinder das Lernen auch genieβen und besonders die Kinder, die Schwierigkeiten beim Lernen haben.

 

Ich habe in einer Schule in Baek hospitiert. Es war eine ganz besondere Erfahrung! Ich muss mitteilen, dass es mir sehr viel geholfen hat, für meine Unterrichtstunden, wie ich meine Schüler besser unterrichten kann. Ich habe ganz viele Ideen mit nach Hause genommen, die ich hier in Mexiko in unserer Schule anwenden will, obwohl wir nicht alles so machen können, wie sie es in der freie Baek Schule machten, weil wir mehr Schüler und viel weniger Platz haben.

 

Ich hatte mir es ganz anders vorgestellt, weil meine Kollegen ganz andere Erfahrungen in Deutschland gehabt haben, war aber sehr zufrieden und dankbar, für meine Erfahrungen in der Baek Schule.

 

Die freie Schule orientiert sich in ihrem pädagogischen Alltag an Reformpädagogischen Leitlinien, wie der freien Wahl der Tätigkeit, Lernen in Altersgemischten Gruppen und den erfahrungsbezogenen Lernen. Das Konzept für die Freie Schule Baek hat sich in der gemeinsamen Diskussion zwischen Eltern und Pädagogen/Innen entwickelt und soll in diesem Sinne auch weiter geführt werden.

Die Schule hat jetzt 40 Schüler, also waren die Klassen von kleinen Gruppen, und so hatten sie viel Platz um gemütlich mit den Kindern arbeiten zu können, und weil es nicht groβe Gruppen waren, hatten die Lehrer/Lehrerinnen auch mehr Zeit, um mit den Kindern einzelnd zu arbeiten und ihnen auf besondere Weise zu helfen.

 

Was ich als eine gute Angewohnheit sah, war, dass jeden Wochenanfang schrieben die Kinder in ihrem Tagebuch, was sie sich in der kommende Woche vornahmen oder was sie erledigen wollten, und am Ende des Tages trugen sie dann ein, was sie an dem vergangenen Tag gemacht hatten, und das trug dazu bei, das sie sich dann auch bemühten, um die Aufgaben zu machen, die sie sich vorgenommen hatten.

 

Auf dem Stundenplan stand meistens Freiarbeit, und in dieser Zeit durften die Kinder entscheiden, was sie machen wollten, wurden aber auch Hinweise gegeben von den Lehrer/Lehrerinnen was sie machen könnten damit sie sich auch mit dem beschäftigten, wo sie mehr Übung brauchten, damit sie auch weiterkamen in ihrem Untericht und wo sie es am meisten benötigten.

Wenn ein neues Thema vorgestellt wurde, sassen alle, sowohl Kinder als Lehrer, im Kreis auf einem Teppich, und die Lehrerin hat das Material, Bilder, Wörter usw. in der Mitte gelegt, damit alle es sehen, darüber sprechen oder mithelfen können, und dadurch bekommt sie leicht die Aufmerksamkeit von den Kindern, weil alle neugierig sind, was das Bild, Mappe oder Tiere zu bedeuten haben. Zum Beispiel hat Er/Sie eine grosse Mappe mit Tieren, Menschen und Pflanzen aus verschieden Länder in der Mitte vom Kreis gelegt und die Kinder haben dann geforscht und gesucht, was gehört  wohin, oder welche Menschen, Tiere gehören zu welchem Land usw. So haben sie es mit allen Themen gemacht, immer mit grossen Bilder und so, dass die Kinder auch mitmachen können. Wenn das Tema erst vorgestellt ist, düften sie weiterforschen wenn sie möchten, oder sie dürften wieder an einer anderen Arbeit gehen, die sie noch nicht beendet hatten, und so hatte ein jedes Kind die Gelegenheit, sich weiter mit einem Thema zu beschäftigen, wenn es etwas war, worauf er/sie neugierig waren, ud die anderen bekamen das wichtigste mit, und konnten sich nachdem aber für  etwas anderes entscheiden, wenn ihnen das Thema nicht so interesierte.

 

Was mir aufgefallen ist, da die Kinder so viel Freiarbeit hatten und nicht verlangt wurde, dass sie ein bestimmtes Heft oder Aufgabe beenden mussten, hatte ich das Gefühl, dass es vielen Kindern half, dass sie sich wohler fühlten und nicht so nervös wirkten und dadurch besser konsentrieren konnten um ihre Aufgaben zu machen, obwohl es manchmal etwas unruhiger im Klassenzimmer zuging, weil alle an unterschiedliche Sachen arbeiten. Ich musste staunen, dass die meisten Schüler sich so auf ihre Arbeit konzentrierte, wenn so viel anderes neben ihnen vorging. Ich denke, es ist gut, dass sie es so lernen damit sie sich auch darin üben, sich nicht so leicht ablenken zu lassen.

 

Was mir aber auch aufgefallen ist, leider waren Kinder da, von denen man hätte mehr verlangen können, die es aber ausnutzten, nicht so viel zu machen und dass sie dann manchmal den anderen gestört oder abgelenkt haben oder faulenzten, wenn sie nur die Gelegenheit hatten, weil sie nicht eine bestimmte Aufgabe beenden mussten bis die Stunde zuende war. Am meisten bin ich aber in der ersten Klasse gewesen, weil ich in meiner Heimatschule auch diesem Alter unterrichte. Ich habe auch gemerkt, dass mit den gröβeren Schülern es schon anders ist und sie nicht versuchen andere abzulenken, und das ihnen es wichtig ist, ihre Arbeit fertig zu machen. Aslo war es halt mehr bei den kleinen, dass sie dieses noch mehr üben mussten.

 

Ich war so beiendruckt, wie das ganze Schulteam so zusammen arbeitete. Man konnte sehen, jederman fühlte sich wohl. Ich hatte das Vorrecht, bei einer Teamsitzung dabei zu sein, und es war einfach ganz toll, wie es zuging. Zuerst hat die Leiterin allen persönlich gefragt, wie sie sich fühlten oder ob sie etwas mitzuteilen hatten, und sie hörte ganz geduldig zu, und respektierte die Gefühle und Ideen von der Lehrer, und es war zu erkennen, dass die anderen ihre Leiterin auch respektierten und wenn wichtige Enrscheidungen gemacht werden mussten oder Konflikte aufkamen, wurden sie sie um Rat fragen. Alle fühlten sich hier wohl. Ich habe manche von ihnen kennengelernt. Bei einem Lehrer von diesem Team wohnten wir für diese drei Wochen, und ich merkte wie wohl alle sich in dieser Schule fühlten. Alle waren so nett zu einander, das man sich da ganz wohl fühlte. Ich habe dann inzwischen auch manche Kinder kennen gelernt und durfte den Kindern bei der Freiarbeit mithelfen, was mir auch Spaβ machte.

 

Ich habe verschiedene Aktivitäten gemacht: die Schüler hatten einen Vortrag eingeübt und es war ganz interessant, dabei zu sein und am letzten Tag gab es noch einen Geburtstagschmaus, wo alle Schüler die im November Geburtstag hatten gefeiert wurde und an den Wochenden sind wir nach Berlin und Hamburg gereist, was auch ganz schön war.

 

Was mir am meisten gefiel, war das Material was sie hatten! Es gibt so viele Möglichkeiten, wie man mit diesem Material arbeiten kann, und was das Lernen für die Kinder Spaβ macht. Am besten gefiel mir eine Kontinentenkiste, die sie hatten, und zu meiner grossen Überraschung haben sie mir die zum Abschied geschenkt. Ich konnte es kaum glauben, dass ich so ein groβes Wertvolles Geschenk bekam! Habe mich so darauf gefreut und kann es kaum abwarten, es in meiner Schule zu gebrauchen. Am aller schönsten waren die nette Wörter von den Schülern als sie einen Abschiedskreis machten. War auch lustig, dass viele sich nur für die mexikanische Schokolade bedankten, die ich ihnen gegeben hatte, als ich ihnen von meinen Land erzählte.  Mehrere Kinder hatten ein kleines Geschenk für mich oder etwas gebastelt. Es war sehr nett von ihnen. Ich werde die Kinder, aber ganz besonders das Team aus der Beak Schule vermissen. Es war eine sehr schöne und bereichernde Erfahrung für mich, und ich möchte mich an alle bedanken, die diese Erfahrung für mich ermöglicht und verschönert haben.

 

Vielen Dank und liebe Grüβe,

Kathy Peters